Reiche Auswahl an Obst und Gemüse

Reiche Auswahl an Obst und Gemüse

Storkower Tafel lädt am Sonnabend zu Tag der offenen Tür ein / Zahl der Kunden nach Standortwechsel gesunken

MOZ Beitrag vom 15.09.2017

Storkow (MOZ) Die Storkower Tafel beteiligt sich am Sonnabend am bundesweiten Tafeltag. Von 9 bis 13 Uhr findet ein Tag der offenen Tür statt. Es gibt Kaffee und Kuchen sowie Bastelangebote für Kinder. Der Träger der Einrichtung, die Gesellschaft für Arbeit und Soziales (Gefas), hofft auf viele Besucher – vor allem aber auch auf mehr Kunden im Alltag.

Das Angebot im Verkaufsraum in einem unscheinbaren Flachbau in der Fürstenwalder Straße 20 ist nicht allumfassend, aber doch reichlich. Bei Obst und Gemüse ist die Auswahl kaum geringer als beim Discounter, dazu gibt es Milchprodukte, Konserven, Fertigsoßen, Brot und auch Blumen. „Wir bieten das an, was wir bekommen“, sagt Tafel-Mitarbeiterin Yvonne Dräger, die sich mit zwei weiteren Angestellten und mit Ehrenamtlern wie Peter Müller um den Verkauf kümmert.

In den Regalen der Tafel landet, was in Supermärkten aussortiert wird; in Storkow kommt die Ware laut Yvonne Dräger aus den örtlichen Filialen von Netto, Lidl und Aldi, außerdem vom Edeka-Markt in Wendisch Rietz. Weitere Produkte werden sogar extra aus Berlin geholt, um das Sortiment vergrößern zu können. „Wir hätten auch Platz für noch mehr“, sagt Yvonne Dräger. Die Vielfalt sei nun aber wieder größer als im Sommer. „Da haben auch die vielen Urlauber in den Märkten eingekauft, sodass dort weniger übrig blieb.“

Sorgen macht dem Träger indes der Zuspruch von Kunden, der zurückgegangen ist, seit die Tafel Anfang 2016 ihr angestammtes Domizil in der Heinrich-Heine-Straße räumen musste und sich nach einer Übergangslösung im Stadtzentrum vor gut einem Jahr in der Fürstenwalder Straße niederließ. Nach Angaben der Tafel-Verantwortlichen bei der Gefas, Melina Schniegler-Dagge, kommen pro Monat etwa 400 Kunden; früher seien es mehr gewesen. „Vermutlich wollen oder können einige den weiteren Weg zu uns nicht mehr auf sich nehmen“, vermutet sie. Dabei versuche man, auch diejenigen zu erreichen, die nicht mobil sind. „Wer wirklich nicht kommen kann, alte oder behinderte Menschen, den beliefern wir mit der mobilen Tafelversorgung“, sagt sie. Den Standort Storkow will die Gefas aber auf jeden Fall erhalten. „Vor allem, weil es der einzige ist, wo wir durch den Storkower Mittelstandsverein Unterstützung von außen bekommen“, sagt Melina Schniegler-Dagge.

Einkaufen bei der Tafel dürfen Bedürftige mit entsprechendem Berechtigungsschein. Wer kommt, kann sich nicht nur mit Lebensmitteln versorgen, sondern auch einen Kaffee trinken und für einen Plausch bleiben. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr.

© Beitrag und Foto: MOZ/Bernhard Schwiete

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